William Hill AmayaBei William Hill läuft es nicht so. Zumindest legen das die Zahlen nahe, die das Unternehmen nun für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 präsentiert hat. Die Gewinnmarge hält sich nämlich für das vergangene Jahr stark in Grenzen. Die Strategie des Unternehmens, in diesem Jahr auf Umsatzzuwachs zu setzen, ist sicherlich ein guter Vorstoß. Ob das auch klappt, wird sich allerdings erst in einem Jahr zeigen.
 
 

Nettoumsatz ganz leicht gestiegen

Beim reinen Nettoumsatz konnte William Hill einen ganz kleinen Erfolg verbuchen, denn dieser ist im vergangenen Jahr minimal angestiegen. Mit einem Zuwachs von einem Prozent stieg der Nettoumsatz von 1.590,9 Millionen Pfund im Jahr 2015 auf 1.603,8 Millionen Pfund im Jahr 2016. Das dürfte die Konzernleitung sicherlich freuen, wenn auch die anderen Zahlen nicht unbedingt einen Grund zur Freude geben. Das bereinigte operative Ergebnis, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, ist nämlich im Vergleich zum Jahr 2015 im vergangenen Jahr um zehn Prozent gesunken. So betrug das bereinigte operative Ergebnis 2015 noch 291,4 Millionen Pfund und im vergangenen Jahr nur noch 261,5 Millionen Pfund. Dafür konnte aber wiederum der Gewinn vor Steuern und Zinsen leicht steigen. Dieser ist von 224,3 Millionen Pfund im Jahr 2015 um ein Prozent auf 225,6 Millionen Pfund im Jahr 2016 gestiegen.

Dividende der Aktie stagniert

Auf die Aktien wirkt sich das aufgezeigte Ergebnis aus dem vergangenen Jahr natürlich auch aus. Zwar ist die Dividende pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr mit 12,5 Pence (0,125 Pfund) gleich geblieben und so wurde zumindest kein Verlust bei der Dividende eingefahren. Aber Stagnation ist natürlich nicht gerade ein positives Ergebnis. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie hat sogar einen Verlust gemacht. So fiel dieser Preis von 2016 um zehn Prozent im Vergleich zu 2015 und betrug somit nur noch 22,3 Pence (24,7 Pence in 2015). Das Ergebnis pro Aktie fiel sogar um 13 Prozent. War das Ergebnis pro Aktie 2015 noch 21,6 Pence, betrug es nach dem Geschäftsjahr 2016 nur noch 18,9 Pence.

Positiver Weg in 2017 eingeschlagen

Aktuell sieht das bisherige Ergebnis in diesem Jahr bis zum 14. Februar 2017 schon besser aus. Es ist also ein positiver Weg eingeschlagen worden, den William Hill sicherlich auch versuchen wird, das restliche Jahr aufrechtzuerhalten. So ist der positive Trend in allen vier Divisionen bei William Hill zu erkennen. Besonders bei UK Sportsbook konnte bisher ein Plus von zehn Prozent verzeichnet werden und auch bei UK Gaming war der Nettoumsatz in diesem Jahr schon um acht Prozent gestiegen. Dennoch bleiben die Resultate in diesem Jahr bisher im beliebten sportlichen Bereich im Vereinigten Königreich hinter denen, die in Australien und den USA erzielt wurden.

William Hill möchte sich mit drei Hauptstrategien verbessern

Verbesserungspotenzial ist nach den Ergebnissen zum Jahr 2016 sicherlich im großen Umfang vorhanden. Zunächst einmal möchte William Hill auf dem Markt im Vereinigten Königreich wachsen. Investitionen ins Marketing, in die Produkte und in die Omni-Channel sind dafür vorgesehen. Dann soll auch auf dem internationalen Markt der Umsatz wachsen. Dafür sieht William Hill fokussierte Investitionen vor, die zur Diversifizierung beitragen soll. Und es ist geplant, zwei wichtige Projekte ins Leben zu rufen, die das Wachstum und Reinvestitionen unterstützen sollen. Zum einen wird ein Transformationsprogramm an den Start gehen, das mit einem Kapital von 40 Millionen Pfund für Reinvestitionen für das Marketing, die Produkte und die Technologie genutzt werden soll. Zum anderen soll ein Programm mit OpenBet geschaffen werden, das innerhalb der nächsten drei Jahre laufen soll, um eine globale Technologie bei William Hill aufzubauen.

Bei William Hill sieht man mit Zuversicht aufs laufende Geschäftsjahr

Philip Bowcock, der Interim Chief Executive Officer von William Hill, bestätigte mit der Veröffentlichung der Jahresendergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr, dass es zwar nicht ganz so gut gelaufen sei, man aber dennoch gute operative Fortschritte erzielen konnte. Für den Start in das neue Jahr 2017 war das ein wichtiger Schritt, der sich ja bereits etwas auszahlt. Zahlreiche Verbesserungen und Erneuerungen zeigen schon jetzt, dass es einen ermutigenden Trend für dieses Jahr gibt. Mit dem Ziel, die Erfahrungen der Kunden mit William Hill zu verbessern, sieht man beim Unternehmen eine gute Richtung eingeschlagen. Eine größere Produktpalette und noch mehr Kundenorientierung in allen Bereichen soll dazu natürlich auch gut beitragen. So hat man bei William Hill laut Bowcock natürlich auch ganz klare Strategien, um auf dem Markt im Vereinigten Königreich zu wachsen und auch international noch mehr Umsätze zu generieren.