Trump Taj Mahal Im Trump Taj Mahal sind die Casinolichter nun endgültig für immer ausgegangen. Die Pleite des ehemaligen Vorzeige-Casinos ist damit besiegelt. So konnte das Casino auch dadurch nicht gerettet werden, dass Carl Icahn erst kürzlich noch 350 Millionen Dollar darin investierte. Allerdings werden nun auch Rufe laut, dass die Schließung Wirklichkeit einen ganz anderen Grund hat und keinesfalls daran liegt, dass sich die getätigten Investitionen von Icahn nicht rentiert haben.

Das Trump Taj Mahal war mal ein Vorzeige-Casino

Atlantic City, das Glücksspielmekka an der Ostküste der USA, hat nun ganz offiziell ein Casino weniger. Denn nun steht fest, dass das Trump Taj Mahal nie wieder seine Türen für Besucher öffnen wird. Schon länger hatte sich angedeutet, dass das Casino, welches vom US-Präsidentschaftskandidaten und Immobilien-Tycoon Donald Trump errichtet wurde, schließen würde. Nun haben sich diese Andeutungen bewahrheitet. Dabei war das Trump Taj Mahal einmal ein Vorzeige-Casino in Atlantic City.

Im Jahr 1990 eröffnete Donald Trump sein Trump Taj Mahal in Atlantic City. Damals hatte er sehr ambitionierte Pläne und wollte neben dem Immobiliengeschäft auch noch ins Casinogeschäft einsteigen. So tönte er zur Öffnung auch großspurig herum, dass das Trump Taj Mahal das „achte Weltwunder“ sei. So legte Donald Trump natürlich auch hohe Erwartungen an dieses Casino, da es auch sein Vorzeigeobjekt im CasinoGeschäft sein sollte. Zunächst lief auch alles gut und die Zahlen stimmten. Doch relativ schnell ging es dann bergab mit dem Trump Taj Mahal. Die Zahlen wurden schlechter und das gesamte Casino-Imperium von Donald Trump geriet ins Straucheln. So kam es 2009 dazu, dass Donald Trump sein Experiment des „Casino-Investments“ beendete. Daher zog er sich auch langsam aus dem Glücksspielmekka Atlantic City zurück und verkaufte schließlich im März 2016 seine letzten Anteile an den Hedgefonds-Manager Carl Icahn.

Sanierung des Casinos nicht erfolgreich

Carl Icahn hatte ebenfalls große Pläne mit dem Trump Taj Mahal und wollte das Casino mit einer Investition von rund 350 Millionen Dollar sanieren. Allerdings brachte auch dieser Sanierungsversuch nichts und es gab keinen Erfolg, den Carl Icahn verbuchen konnte. Ganz im Gegenteil, denn die Angestellten des Casinos haben monatelang gestreikt. In erster Linie ging es bei den Streiks darum, dass die Gewerkschaft der rund 3000 Angestellten des Taj Mahals darum gekämpft hat, dass Icahn Sozialleistungen für seine Angestellten bezahlt. Allerdings war der Hedgefonds-Manager nicht willens, den Forderungen nachzugehen. Das diese aufgrund dieser Tatsache in den Streik gingen, ist daher auch nachvollziehbar, jedoch hat dies nicht wirklich geholfen.

Schon im Sommer hat Carl Icahn der Gewerkschaft angedroht, das Casino Trump Taj Mahal zu schließen, wenn weiter gestreikt werden würde. Nun hat er seine Drohung umgesetzt und die 3000 Angestellten des Casinos haben damit ihren Job verloren. Seit Montag ist das Casino nämlich endgültig geschlossen. Icahn selber äußerte sich zu diesem gefassten Entschluss so, dass das „ein sehr trauriger Tag für Atlantic City“ sei. Ob er diese Worte aber wirklich ehrlich meint, scheinen die ehemaligen Angestellten nicht so ganz glauben. Denn nun kommt sogar ein ganz böser Verdacht auf.

Wurde das Casino geschlossen, um Gewerkschaften aus dem Weg zu gehen?

Viele ehemalige Mitarbeiter des Trump Taj Mahal Casinos glauben nicht daran, dass Icahn wirklich große Bemühungen bei der Sanierung des Casinos gezeigt habe. Vielmehr glauben sie, dass das Casino geschlossen wurde, um die Gewerkschaften zu umgehen. Das wäre natürlich schon ein sehr durchdachter Schachzug von Icahn, wenn dieser Verdacht sich bewahrheiten sollte. Aber genau diese Vorwürfe werden nun auch an immer mehr Fronten lauter. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, darüber lässt sich nur spekulieren. Eines steht jedoch fest, sollte Carl Icahn wirklich 350 Millionen Dollar in die Sanierung gesteckt haben, so wird ihn der Verlust wohl kaum treffen und vielmehr nur eine weitere steuerliche Abschreibung sein. Denn der 80-jährige Hedgefonds-Manager gilt nicht gerade als mittellos und wird laut Forbes sogar auf Platz 23 der weltweit Superreichen geführt, mit einem Vermögen von geschätzten 15,4 Milliarden Dollar. Ein wirklich großer Verlust wären da die 350 Millionen Dollar nicht unbedingt.